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Ute und Sieghard Spies
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67583 Guntersblum

Tel: 0 62 49 / 24 44
Fax: 0 62 49 / 88 23
e-mail: roesch-spies@t-online.de

 

ECOVIN Rheinhessen

Aktuell Herbst 2005

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Die Ernte des Jahrganges 2005 ist bereits weitgehend abgeschlossen. Zu verdanken ist dies einem sehr sonnigen, warmen und trockenen September und auch noch einem außergewöhnlich milden „goldenen“ Oktober.

Als wir die ersten Traubenreifemessungen Anfang September durchführten, waren wir über den bereits zu diesem Zeitpunkt erreichten Reifegrad sehr überrascht. War doch der „gefühlte“ Sommer 2005 gar nicht so überragend gewesen! Die Wetterstatistik zeigte allerdings gar nicht so schlechte Wetterdaten auf (siehe RS-Info im Anhang).

Auch vertragen unsere heimischen Rebsorten extreme Hitzeperioden nicht so gut; sie stellen dann die Assimilation ein und die Trauben können sich nicht weiter entwickeln. So war der Sommer 2005 für unsere Weinberge offensichtlich ein optimaler!

RÜCKBLICK AUF DEN SOMMER 2005

Nach dem Ende des meteorologischen Sommers staunten wir nicht schlecht über das statistische Ergebnis des Deutschen Wetterdienstes. In der Bilanz werden die Monate Juni, Juli und August zusammengefaßt. Der Sommer 2005 lag gar nicht so schlecht und war insgesamt zu warm. Er übertraf sein Soll um 0.5 – 0,7 Grad, wobei Juni und Juli einen hohen Wärmeüberschuss brachten und der August etwas unter der Norm lag. Der Niederschlag blieb weit unter der Norm dieses Dreimonatszeitraumes.

Wir wissen, dass unseren Weinkunden in Bayern oder in Norddeutschland diese Kunde vom „rheinhessischen Sommer 2005“ nur schwer zu vermitteln sein wird!!!

Die Wetterbilanz wird auch durch die Ergebnisse der Traubenreifemessungen bestätigt. Sieht man sich die Entwicklung der Trauben im Zeitraum von 80 Tagen nach der Blüte an, erkennt man staunend, dass diese die des Supersommers 2003 fast noch übertraf!!!

Das Geheimnis dürfte darin begründet liegen, dass unsere heimischen Rebsorten nun einmal an etwas gemäßigtere Klimaten bestens angepaßt sind. Auch stellen sie bei zu großer Hitze die Assimilation ein, wie dies 2003 in den Hitzeperioden der Fall war.

Die Säurewerte 2005 liegen zwar etwas höher, zeigen in der Reifecharakteristik aber große Ähnlichkeit zu 2003, sofern man als Vergleichsmaßstab die Tage ab Ende der Blüte heranzieht.
Allerdings endete 2005 die Blüte etwa 14 Tage später (17.6.) als 2003 (4.6.).

Ergo: Wir dürfen auf das Ergebnis der gezeigten statistischen Zusammenhänge sehr gespannt sein – allerdings – entscheidend wird allein der sensorische Geschmackseindruck sein; und um den sind wir derzeit im Weinkeller bei der Gärung und dem Ausbau der Weine noch sehr bemüht!

DAS JAHR DES WINZERS: DIE ÜBERSICHT

 

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© by Joachim Ott